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Von Kamchatka selbst
In der Zeiten der Sowjetunion war die Halbinsel Kamtschatka völlig unzugänglich nicht nur
für die Ausländer, sondern auch für die Russen. Kamtschatka ist ein Nationaleigentum des
Volkes. Es war geschlossen vor allem für Zwecke der Staatssicherheit und teilweise für die
Erhaltung der Naturschönheiten. Kamtschatka bleibt unberuhrt und wartet darauf, damit Sie
es für sich öffneten.
Die Geographie von Kamtschatka
Die Kamtschatka-Halbinsel liegt näher an Aljaska als an Moskau (der Zeitunterschied
gegenüber Moskau ist 9 Stunden). Kamtschatka liegt zwischen dem Ochotskischen Meer
und dem Stillen Ozean und stellt sich eine von der ganzen Welt zurückgezogene und
entlegene Region Rußlands vor. Kamtschatka nimmt eine Fläche von 470 qkm ein und hat
eine Länge von Nord nach Süd von etwa 1500 km.
Im Zentrum von Kamtschatka ziehen sich zwei Gebirgsketten: die Mittel- und Ostkämme.
Zwischen ihnen liegt die Kamtschatsker Tiefebene hin. Kamtschatka, eine der unerforschten
Landschaften der Erde, ist durch 414 Gletscher und 160 Vulkane (darunter 29 Vulkane
sind tätig) als das Feuer-und Eisland bekannt. Das glühende Magma fließt immer noch
aus den Vulkanen und die Eiländer des üppigen Grunes folgen die Landstreifen der
vulkanischen Schlacke und Asche. Die Geiser und der geschmolzene Schwefel, die
unter den Dampfsäulen ausströmenden vulkanischen Kegel ständig ausbrechen, schaffen
eine unreale, dem Mond ähnliche Landschaft. Kamtschatka-Flüsse sind Laichenstellen
einer der größten Lachspopulationen.
Aus der Geschichte der Region
Die Urbevölkerungen (Itelmenen, Ewenen, Korjaken, Aleuten und Tschuktschen) waren
die ersten Siedler auf der Kamtschatka-Halbinsel. Die Erforschung der östlichen
Länder von den Russen began im 16. und 17. Jahrhundert. Die russischen Kosaken
brauchten nur 60 Jahre, um den Ural und das Sibirien bis zum Pazifik zu erforschern.
F. Popow und S. Dezhnew waren die ersten Leute, die um die Tschuktschenhalbinsel
mit den Schiffen herumgefahren waren und eine Straße zwischen Asien und Amerika
geöffnet hatten. Die Erforschung des Fernen Osten setzte der Kosakenführer W. Atlassow
fort. Er trug zum Anschluß Kamtschatkas zum Rußlandsreich bei. Als erster kam er mit
der Truppe von 65 Kosaken und 60 Ukagiren auf Kamtschatka, um dieses Land zu besiedeln.
Der russische Zar Peter der Erste verabschiedete den Ukas über die Vorbereitung der
ersten Expedition durch Sibirien nach Ochotsk und Kamtschatka. Insgesamt gab es drei
Expeditionen, die den Pazifik und Kamtschatka zu erforschen geholfen hatten. 1740 kamen
zwei Segelschiffe St. Peter und St. Paul unter dem Befehl von
W. Bering und A. Tschirikow in die Awatscha-Bucht an, auf diese Weise war eine kleine Stadt
gegründet, die zu Ehren von zwei Heiligen Peter und Paul Petropawlowsk genannt wurde.
Um die neuen Länder zu bevölkern, zwang die russische Regierung die Staatsangehörigen
nach Kamtschatka zu über siedeln.
Kamtschatka besuchten auch solche Erforscher wie Charles Clerke, James Cook, La Perouse.
Im Jahre 1854 wurde Petropawlowsk vom englisch-französischen Geschwader angegriffen.
Obwohl die Zahl der Verteidiger gering war (etwa 1000 Menschen), brachten ihre
Tapferkeit und Heldenhaft den Sieg. Während des Zweiten Weltkrieges und später
nach dem Krieg entwickelte sich Kamtschatka als eine Militärregion. Die auf
Kamtschatka basierte U-Boote fuhrten den Grenzenstreifendienst durch. Das ist
einer der Grunde dafur, daß Kamtschatka eine lange Zeit sowie für die Ausländer ,
als auch für die Russen geschlossen worden war. Nur im Jahre 1990 wurde es möglich
das Kamtschatsker Gebiet für die Besucher zu öffnen. Das Interesse für Kamtschatka
wächst von Tag zu Tag. Petropawlowsk von heute ist eine moderne Stadt mit der
Bevölkerung von 250 Tausend Menschen.
Das Klima
Das Klima der Kamtschatka-Halbinsel ist sehr eigenartig und hängt von ihre Ufer umspüllten Seen,
vom Relief, von Monsunen und von der Ausdehnung von Nord nach Süd. Während Ihrer Reise können Sie
mit verschiedenartigen Klimazonen, mit Einschluß von der Meereszone auf der Küste, (Kontinentalzone im
Zentrum und Polarzone im Norden der Halbinsel) zusammentreffen. Der Sommer hier ist eine Zeit des
schnellen Anwachens und der Blüte, denn die Pflanzen- und Tierwelt beeiligt sich die aktive Jahresperiode
bis zum Winteranbruch zu beenden. Im Sommer sind die Tage lang. Während der Sommerzeit kann es
regnen und auf der Erde der Schnee liegen, besonders in den Gebirgen.
Die Flora und die Fauna
Für die Pflanzenwelt auf Kamtschatka ist das Hochgras (bis 3-3,5 m hoch) und eine
vertikale Lage der Florazonen charackteristisch. Der Pflanzenwuchs andert sich von
Füßen bis zu Gipfeln der Gebirgen. Am Fuße des Berges wachsen die Steinbirken, die
Esche, das Zederkrummholz, die Erle und die Pappel. Das weite Territorium der
Strandzone ist mit Heckenrosen bedeckt. Da wachsen auch viele schmackhafte
und nutzliche Beeren: Geißblätter, Preiselbeeren, Blaubeeren, Moosbeeren und andere.
Die Fauna schließt in sich 60 Arten von Säugetieren und 170 Arten von Vögeln.
Die Tiere auf der Halbinsel unterscheiden sich von den Festlandtieren durch
ihre riesigen Größen. Zum Beispiel, der Braunbär, der die ganze Halbinsel
bewohnt, ist zwischen 700-1000 kg schwer und 2,5-3 m hoch. Die anderen
Vertreter der Ortsfauna sind der Zobel, der Hase, der Vielfraß, der
Polarfuchs, der Wolf, das Murmeltier, die Bisamratte u.s.w. Vom Norden
sind nach Kamtschatka der Luchs und das Eichhörnchen migriert.
Die Wildnatur ist von solchen Tieren vorgestellt, wie der amerikanische
Elch mit Hörnern von 5 m weite und der Schneeschafbock, der in den Gebirgen
wohnt und niedriger als 600 m nicht heruntersteigt.
Auf Kamtschatka hausen viele Vögel: der Schwan, der Seeadler, der Königsadler,
das Weiß-und Tundrarebhuhn, der Auerhahn, der Großkormoran, die Ente,
die Möwe, die Gans und andere.
Die Bevölkerung
Der grösste Teil der Bevölkerung Kamtschatkas bewohnt die Küstengebiete der Halbinsel.
Die Urbewohner sind Itelmenen, Ewenen, Korjaken, Tschuktschen, Aleuten.
Die Itelmenen wohnen im Westen der Küste. Sie waren die ersten Ureinwohner
auf Kamtschatka. Die Zahl der Itelmenen, die ihrer traditionellen Lebensweise
folgen und ihre Nationalsprache sprechen, ist 1450 Menschen. Die meisten von ihnen sind
im Tigil-Rayon und in der Siedlung Kowran konzentriert. Sie beschäftigen sich vorwiegend
mit der Jagd, dem Lachsfang, der Pflanzensammlung. Im Winter gebrauchen sie die
Schlittenhunde als traditionelle Transportmittel.
Auf der Halbinsel wohnen auch 9000 Kamtschadalen, die aus den Ehen zwischen
Itelmenen und Russen abstammen, aber haben keinen Amtsstatus der Ureinwohner.
Sie wohnen am Tal des Kamtschatka-Flußes und im Süden der Halbinsel (die Städte
Petropawlowsk-Kamtschatski und Elizowo).
Die Korjaken (720 Menschen) wohnen hauptsächlich im Nordwesten (der Korjakische
autonome Bezirk mit der Hauptstadt Palana). Korjaken werden in 2 Gruppen geteilt:
die einen führen Nomadenleben, die anderen sind seßhaft. Die Hauptbeschäftigung
der Nomadenlebenführenden Korjaken ist die Nordentierzucht. Der Fischfang und
die Meeressäugetierjagd sind die Hauptbetätigung der seßhaften Korjaken.
Einige gehen auf die Pelzjagd.
Die Ewenen (1490) wohnen im Rayon Bistrinski (die Siedlungen Esso, Anawgai).
Lamuti (eine andere Benennung der Ewenen) sind mit der Rentierzucht,
dem Fischfang, der Jagd beschäftigt. Sie gebrauchen die Schlittenhunde
nur bei der Jagd.
Die Aleuten (390) bewohnen die Bering-Insel, die Siedlung Nikolskoje.
Die traditionelle Beschäftigung dieser Einwohner ist der Fischfang,
die Meeressäugetierjagd, die Beeren-und Pflanzensammlung.
Die Tschuktschen (1530), obwohl sie die Urbewohner von Tschukotka
sind, haben teilwese den nördlichen Teil der Kamtschatka-Halbinsel
besiedelt. Sie werden auch in nomadenlebenführende Rentierzüchter
und seßhafte Berufsjager geteilt.
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